Kamin mit Fotovoltaik kombinieren

Sonnenkollektoren auf dem Dach

Es kommt komisch vor, doch der klassische oder sogar rustikale Kamin lässt sich hervorragend mit der modernen Heizungsform – mit der Solarenergie verbinden. Ist es aber eine gute und sinnvolle Lösung?

Moderne Heizungsarten

In puncto Heizungsarten kann man viele diverse Alternativen erwähnen. Zu den modernsten zählen Wärmepumpen, Photovoltaik, Fußbodenheizung, Infrarotheizung sowie manche Kamintypen. Um sowohl Kosten zu sparen als auch die Umwelt zu schonen, lohnt es sich, an ein Passivhaus zu denken. Dabei sind die Richtlinien der Energieeinsparverordnung zu beachten. Heizung spielt eine wesentliche Rolle dabei, dass es gemütlich warm im Inneren ist, jedoch ist dies nicht der einzige Faktor.

Was sollte man beachten, damit es warm zuhause ist?

Beim Hausbau sollte man die Dämmung berücksichtigen. Es handelt sich um Kellerdecke, Erdgeschoss- und Obergeschossdecke, Außenwände, Fassade sowie das Dach. Hier gibt es zur Auswahl Auf-, Zwischen- und alternativ Untersparrendämmung. Dazu kommen wärmedämmende Haustüren und Fenster. Bei Türen rechnen Dichtungen, z.B. Gummiringe und bei Fenstern ist der U-Wert essentiell.

Je niedriger der gesamte U-Wert eines Fensters, desto besser. Drüber hinaus kann die Verglasung verschiedene Merkmale aufweisen. Es gibt ferner Zweifach-, Dreifachverglasung sowie Isolier- und Wärmedämmglas, die aus mehreren Scheiben mit einem mit, unter anderem Gas und Schaum gefüllten Zwischenraum bestehen.

Macht die Fußbodenheizung Sinn?

Die Fußbodenheizung ist zweifelsohne modern. Es ist fußwarm, angenehm und es gibt keine Heizkörper zu sehen. Jedoch hat diese Lösung einige Nachteile. Die Fußbodenheizung beansprucht keinen Platz in Zimmern, was definitiv von Vorteil ist. Außerdem werden die Räume gleichmäßig erwärmt, da die Wärme von unten nach oben steigt.

Die Installation ist dagegen zeit-, arbeitsaufwändig und kostspielig, deshalb ist es am besten, dies beim Neubau durchzuführen. Nachträglich ist es mühselig. Nicht jeder Bodenbelag ist für die Fußbodenheizung geeignet, worauf man frühzeitig Rücksicht nehmen sollte. Die Fußbodenheizung rentiert sich erst nach vielen Jahren. Renovierungsarbeiten bei der Fußbodenheizung sind ebenfalls teuer.

Fußbodenheizungstypen

An dieser Stelle soll man erwähnen, dass die Fußbodenheizung gut mit Kaminen kombiniert werden kann. Vor allem ist dabei die Rede von der warmwasserbetriebenen Fußbodenheizung. Für die Verlegung verwendet man flüssigen Estrich und Kunststoffrohre. Beim Altbau empfiehlt sich der Trockenbau. Zum anderen lässt sich auf elektrische Fußbodenheizung setzen. Die wird an den Strom angeschlossen. Diese Lösung bewährt sich, unter anderem im Bad.

Wärmepumpe und Bioethanol Kamine

Wärmepumpe im Außenbereich

Die Wärmepumpe lässt sich ausgezeichnet mit Kaminen kombinieren. Ebenso gut bewährt sie sich in Verbindung mit Solarenergie. Wärmepumpen werden unterschiedlich betrieben. Es gibt, unter anderem Luftwärmepumpen. In der Verbindung mit einem Kamin trägt sie dazu bei, dass die Energiekosten senken. Die Wärmepumpe hat eine ähnliche Funktionsweise wie der Kühlschrank, jedoch funktioniert ganz umgekehrt, d.h. beispielsweise die Erdwärmepumpe nimmt die Wärme aus der Erde.

Wie kann man das Innere mit dem Kamin gestalten?

Man unterscheidet Kamine, unter anderem nach Bauart. Darunter gibt es Kachelöfen, System-, offene, Natursteinkamine sowie, z.B. Schwedenöfen. Der Bioethanolkamin macht eine äußerst spannende Option aus, doch er fungiert vor allem als optischer Blickfang, der das Interieur abwechslungsreich gestaltet. Bioethanolkamine wirken stilvoll und designstark. Sie geben dem Inneren einen einzigartigen Charakter, zusätzlichen Charme, fallen ins Auge. Bioethanolkamine sind oft als Kamineinsätze erhältlich.

Sie haben nicht selten großflächige Glasflächen, wodurch man das Flammenspiel beobachten kann. Ein Bioethanolkamin kann ja auch, z.B. als Raumteiler konzipiert werden. In diesem Fall hat man mit einer Wand zu tun, die auch mitten im Raum errichtet werden kann. Dann erfüllt sie eine rein dekorative Rolle. Es besteht hier die Möglichkeit, den Kamin von drei Seiten mit Glasscheiben zu versehen. Nicht zu übersehen ist jedoch, dass der Bioethanolkamin kein echtes Heizgerät ist.

Mit dem Bioethanolkamin kann man das Innere abwechslungsreich gestalten

Welche Vorteile weist die Photovoltaik auf?

Zu Beginn sollte man die Begriffe klären. Die Photovoltaik ist zwar unzertrennlich mit der Solarenergie verbunden, jedoch ist sie eigentlich ein Wissenschaftsgebiet und der sich mit der Umwandlung des Sonnenlichts in elektrische Energie beschäftigende Bereich der Technologie. Man nutzt den photovoltaischen Effekt aus, um aus Sonnenstrahlen den elektrischen Strom herzustellen.

Gute Eigenschaften der Solarenergie

  • Solarenergie ist umweltfreundlich. Es ist eine der ökologischsten Heizungsarten, da die Wärme aus Sonnenstrahlen absorbiert wird.
  • Aus diesem Grund nutzt man keine nicht erneuerbaren Energiequellen wie, z.B. Erdgas. Holz wächst hingegen zwar nach, jedoch in manchen Fällen nicht so schnell, wie man neue Bäume braucht. Dazu kommt das illegale Holzfällen, unter anderem aus Tropen und die immer steigende Nachfrage.
  • Das Heizen mit Solarenergie ist überdies preisgünstig.
  • Ausschließlich verursacht die Montage der Sonnenkollektoren hohe Kosten, was aber bei der Entscheidung berücksichtigt werden muss.
  • Bei der Solarenergie werden die Strahlen gebündelt und anschließend erwärmen sie ein Wärmemedium. Es ist denkbar, das Wasser mit Solarenergie zu beheizen.
  • Dieser Heizungstyp ist aber hierzulande nicht fürs ganze Jahr ausreichend.
  • Als Nachteil gilt ferner, dass man eine große Dachfläche benötigt, die von keinen größeren Gebäuden verdeckt werden darf.
  • Die Sonnenenergie verursacht keine laufenden Kosten.

Solarenergie und Kamin – inwiefern lässt es sich verbinden? Ein Fazit

Funktioniert die Verbindung von der Solarenergie und einem Kamin? Die Antwort lautet ja und sogar sehr gut. Das Heizen mit Sonnenstrahlen reicht nicht aus, um auf dieser geographischen Breite durch das ganze Jahr das gesamte Haus zu erwärmen, deswegen entscheiden sich die Bauherren für zusätzliche Wärmequellen.

Kamin ist eine ideale Lösung, vor allem für den Winter. Weiterhin würden sich, unter anderem Luft-, Erd-, Wasserwärmepumpen sowie Infrarotstrahlung oder herkömmliche Konvektionsheizung bewähren. Die Fußbodenheizung ist etwas weniger geeignet, doch hat ja auch ihre Vorzüge. Der Bioethanolkamin schaut wunderbar und fabelhaft aus, jedoch muss man sich daran erinnern, dass er keine Wärme erzeugt.

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